Über Marian René Menges

ein Leben voller Abenteuer

Im Hamburg der späten Nachkriegszeit geboren, wurde ich bald zu den Großeltern nach Berlin gegeben.
Dort blieb ich für 5 Jahre. Dann musste ich nach Hamburg zurück. Drei Grundschulen und vier Gymnasien pflasterten meine schulische Laufbahn, die ich mit der 11.Klasse beendete. Es folgten wilde Zeiten im Spät-Achtundsechziger Berlin mit drastischen Erfahrungen und Konsequenzen. Eltern und Schwester litten unter meinem Werdegang.

Durch eine 6-monatige Reise über Land nach Indien änderten sich die Dinge. Vorher radikal-kommunistisch gegen alles wetternd, was mit Gott und Spiritualität zu tun hat („Opium fürs Volk..“), begann ich jetzt zu meditieren (TM). Meine Mutter hatte mich immer wieder darum gebeten. Allmählich schloss ich Frieden mit der Gesellschaft. Ich arbeitete als LKW- und Taxifahrer in Berlin. Ich begann mit Schallplatten zu handeln. Und legte Geld zurück. Damit trampte ich 6 Monate durch die USA. Anschließend erkundete ich Mexico für 2 Monate per Bahn und Bus.

1979 begann ich Visuellen Kommunikation an der HDK in Berlin zu studieren. Ich war jetzt 30 Jahre alt. 1984/5 folgte ein M.A. Education Studium in den USA. Dann wollte ich als Filmschauspieler in L.A. Karriere machen. Doch entschied ich mich anders. Es tat sich eine Möglichkeit auf, in den USA mit Luxusautos zu handeln. Es wurde zum skurrilen Abenteuer, das nach 5 Monaten unrühmlich auf dem Frankfurter Flughafen endete.

Über meine Erlebnisse werde ich bald in Buchform zu berichten.

1986 begann meine Laufbahn als Fotograf bei der Geschenkartikelfirma Reinhold W. Heim in Kaltenkirchen. Weihnachtsengel, Plüschtiere und Holzenten wurden zu meinem Lebensinhalt. Ich fotografierte für Kataloge und Werbung. Bald weitete ich mein Tätigkeitsfeld aus und übernahm auch Aufträge in Mode- Food- Portrait- und Veranstaltungsfotografie. Die BP-Tankstellen GmbH begleitete ich sieben Jahre als Fotograf für alle Anlässe.

Mein Hang zum Film verwirklichte sich nur häppchenweise. Zum einen drehte ich für einen Kunden Filme über Blechbearbeitungsmaschinen, zum anderen konnte man mich Ende der Achtziger bis Ende der Neunziger Jahre hin und wieder als Werbedarsteller im Fernsehen und in Zeitschriften erleben. Mein „Höhenflug“ als Darsteller war der Auftrag, den Schauspieler Helmut Lohner beim ausgelassenen Balancieren über das Geländer der Lombardbrücke zu doubeln. Seine Versicherung hatte ihm nicht gestattet, diesen Stunt selbst zu machen: (Fernsehfilm „Der elegante Hund“).

Besonders gern fotografiere ich Landschaften, Natur und Architektur. Ab 1993 gelang es mir diese Begeisterung mit Postkarten von Hamburg auch wirtschaftlich zu nutzen. Schritt für Schritt erweiterte ich mein Postkarten- und Kalendergeschäft. Fotoaufträge nehme ich heute nur noch an, wenn sie versprechen, Spaß zu machen, oder wenn sie mir auf andere Weise viel bedeuten. Denn der Einsatz für den Postkarten- und Kalenderverlag nimmt mich voll in Anspruch.

Bleibt noch Freizeit, so nutze ich sie für kreative Projekte in anderen Bereichen. Ich arbeite an meinen Büchern, schreibe Gedichte, die mir oft morgens im Halbschlaf in den Sinn kommen und tanze.

Standardtanz war immer eine frustrierende Angelegenheit gewesen, da ich erhebliche Schwierigkeiten damit hatte, mir Schrittfolgen zu merken. Dann entdeckte ich den Ausdruckstanz (Tanzimprovisation). Nun konnte ich so tanzen, wie es aus mir heraus kommt. Es machte Spaß. Etwa zehn Jahre lang nahm ich an Tanztheater-Projekten der Tänzerin und Choreographin Birgit Schaper teil, die auf verschiedenen Bühnen zur Aufführung kamen – z.B. im Hamburger Sprechwerk. Um mich tänzerisch weiter zu entwickeln, besuche ich seit etwa 5 Jahren verschiedene Kurse (Kontakt-Improvisation, Modern Dance, Ballett, Contemporary Dance und Tanzimprovisation).

Eine große Unterstützung für mein kreatives Schaffen wie auch für meine gute Gesundheit und die (meistens) gute Laune ist nach wie vor die Transzendentale Meditation (TM), die ich seit 1974 fast immer zweimal täglich ausübe.

Als Gruppenmeditation hat diese Technik das Potenzial, auch weit über die Gruppe hinaus von innen her Entspannung zu verbreiten. Es gibt über diesen Effekt wissenschaftliche Untersuchungen. Ich stelle mir diese Wirkung so vor: Alle Menschen sind auf einer bestimmten geistigen Frequenz mit einander verbunden – sozusagen auf der Ebene des gemeinsamen inneren Nenners. Jeder trägt automatisch zu dieser Ebene bei und ist von ihr beeinflusst, so wie ein Handy, dass immer gleichzeitig sendet und empfängt. Vor diesem Hintergrund betrachte ich es als meine Verantwortung, an Friedenmeditationen teilzunehmen. Entspannung ist das Gebot der Stunde!

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Besinnung, Verbundenheit und lebensförderliches Handeln die Entwicklung der Menschheit bestimmt, sodass es zerstörerischen Kräften nicht mehr möglich ist, Menschen zu verdummen, Kriege anzuzetteln und unsere Erde zu verwüsten. Dann kann das Zerstörte wieder in einen natürlichen ausgeglichenen Zustand gebracht werden und die Wunden geheilt werden, die Stress, Verspannungen, Angst, Unwissenheit und Engstirnigkeit auch in uns Menschen verursacht haben.

In meinem Leben als Einzelner in diesem großen und geheimnisvollen Welttheater möchte ich vor allem folgendes (weiter-) entwickeln: Wachsamkeit nicht nur nach außen, sondern vor allem nach innen; Jeden Moment klar spüren, was die Weltenfee (mein Name für Gott, Allah, Tao, etc ) mir sagen möchte.

Frei nach dem Motto:

„Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben,
dass Du weißt, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben…“

 (Anfang eines Gedichtes von Rainer Maria Rilke)

Bertold Brecht hat es mal so ausgedrückt:
 „Geh´ ich zeitig in die Leere,
komm´ ich aus der Leere voll.
Wenn ich mit dem Nichts verkehre,
weiß ich wieder, was ich soll.“

 

René Marian Menges